Alexander-Technik
Wenn Denken in Bewegung und Bewegung ins Denken kommt.

Die Alexander-Technik ist eine pädagogische Methode, die die Eigenwahrnehmung  in Bewegung, Balance und Haltung während alltäglicher Aktivitäten schult.  Sie befasst sich mit dem Erkennen und Vermeiden von Gewohnheiten, die die natürliche, neuromuskuläre Koordination ursächlich behindern.   Besondere Bedeutung hat die Methode bei repititiven Aufgaben  z.B. am Arbeitsplatz und bei einfachen Bewegungen, die jeder alltäglich vielfach ausführt wie hinsetzen, essen, Zähne putzen, gehen etc.  Benannt ist sie nach ihrem Begründer Frederick Matthias Alexander  (1869 -1955).

„Warum passiert mir das?“ war die erste Frage, die ich nach der Diagnose zweier inoperabler Bandscheibenvorfälle in der Halswirbelsäule meinem Arzt stellte.  33 Jahre alt, bewegungsfreudig und  berufstätig mit  zwei kleinen Kindern. Und nun ein lahmer, kraftloser Arm – Wie soll ich das weiter gehen? Was ist die Ursache?  Ich bekam keine Antwort, aber eine lange Liste mit zeitraubenden „To Do´s“ und sehr einschränkenden „Not To Do´s“. Damit wollte ich mich nicht abfinden, probierte Osteopathie, Sport, Krafttraining uvm.  Alles half kurzfristig oder nur, solange ich es regelmäßig machte. Doch ich wollte die Ursache kennen lernen und fand in der Alexander-Technik die Antwort auf diese  Frage und gleichzeitig die Therapie. Und gewann so  meine Lebensfreude zurück!

Maleen Schultka
Maleen Schultka

Dr. Jack Stern, Yale University School of Medicine meint: „Die häufigste Ursache für Kreuzschmerzen sind ungünstige Bewegungsgewohnheiten. Ein exzellentes Mittel dagegen ist die Alexander-Technik. 97% aller Personen mit Rückenschmerzen können profitieren.“

 Quelle: BMJ 2008;337;a884 doi:10.1136/bmj.a884 ; Grafik: AT workcare

Unternehmen wie Siemens, Texacon oder Victorinox nutzen die Alexander-Technik, um Schmerz- und Fehltage zu reduzieren.

Der „Entdecker“ der Methode, der Schauspieler Frederick Matthias Alexander (1869 -1955), löste nachhaltig seine Stimmprobleme durch Selbstbeobachtung und lernte, unnütze Bewegungs- und Haltungsmuster schon vor der Ausführung, also mental zu unterbinden. Der Nobelpreisträger für Physiologie und Medizin, Nicolas Tinbergen, verweist bereits 1973 auf diese wissenschaftlich- induktive Forschungsweise  von F.M. Alexander.  In seiner Laudatio betont den gesundheitlichen Nutzen der Alexander-Technik. Sie zollt der Tatsache Tribut, dass der Mensch als Einheit von Körper und Geist zu betrachten sei. Das  Ergebnis einer Schulung in Alexander-Technik sei eine deutliche Reduktion von psycho-somatischen Stress und dessen Symptomen.

Prominente Musiker, Sänger, Schauspieler wie Juliette Binoche, Leonardo DiCaprio, Sting, Maria Furtwängler, die Münchner Philharmoniker usw. nutzen ebenfalls die Alexander-Technik nicht zuletzt , um ihre Arbeit und Performance zu verfeinern und  auf einem hohen Niveau zu halten. So titelte das Magazin „ELLE“: „Alexanders Technik – Hollywoodstars schwören auf eine neue Methode.“ 

Weltweit gibt es ca. 4000 Lehrer der Alexander-Technik, davon ca. 330 in Deutschland.
Die Ausbildung beträgt drei Jahre mit mindestens 1600 Stunden. Sie wird weltweit an zertifizierten Schulen unterrichtet.